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Was entscheidet über erfolgreiches Training im Allgemeinen und über den Erfolg, dem Hund eine Unterscheidungsaufgabe möglichst rasch und ohne großen Frust beibringen zu können, im Besonderen?

 

Kriterium – Timing – Belohnungsrate

Kritische Punkte im Training von Unterscheidungsaufgaben sind: “Kriterium – Timing – Belohnungsrate”.
Diese 3 Faktoren bestimmen über Erfolg oder Misserfolg jeden Trainings!

 

Das Kriterium im Training von Unterscheidungsaufgaben

Aber was genau ist eigentlich ein Trainingskriterium?

Das Trainingskriterium beschreibt, was GENAU der Hund im jeweiligen Trainingsschritt machen soll – d.h. wofür GENAU er BELOHNT werden wird!
Wenn wir z.B. den Teil von der ersten Entscheidung zwischen 2 Gegenständen bis zur selbständig ausgeführten eindeutigen Anzeige in einer Unterscheidungsaufgabe unter die Lupe nehmen, könnte man das grob in folgende Schritte unterteilen:

  • Der Hund kommt am Zielgegenstand an → SOFORT Marker/Lob & Belohnung (M&B)
  • Der Hund kommt am Zielgegenstand an und führt das korrekte Anzeigeverhalten auf Wortsignal aus → SOFORT M&B
  • Der Hund kommt am Zielgegenstand an und führt das korrekte Anzeigeverhalten selbständig aus → SOFORT M&B
  • Der Hund kommt am Zielgegenstand an, führt das Anzeigeverhalten selbständig aus und hält die Position für 1s (dann 2s, dann 3s, …) → M&B

(Anmerkung bzw. Voraussetzung: Das Training der korrekten Anzeige auf Wortsignal ist ein eigener Teil des Trainings, der bereits vorab trainiert wurde!)

Würde ich hier nicht gezielt an den einzelnen Kriterien trainieren, würden es sehr lange dauern, bis mein Hund die Aufgabe in meinem Sinn korrekt löst!
WARUM?
Wenn mein Hund noch nie eine Entscheidung zwischen 2 Objekten getroffen hat und ich erwarte, dass er nicht nur eines der Objekte, nämlich das Zielobjekt, richtig auswählt und dann korrekt z.B. liegend mit 1 Pfote links und 1 Pfote rechts vom Objekt anzeigt und diese Anzeige auch noch für 5 Sekunden hält, kann meinem Hund an jedem dieser Punkte ein Fehler unterlaufen!

Und dann habe ich 2 (schlechte) Varianten zur Auswahl:

  • Ich belohne trotzdem, aber irgendwo war ein Fehler – z.B. der Hund ist am richtigen Gegenstand angekommen, hat sich aber schief hingelegt und somit war die Anzeige nicht korrekt/eindeutig) → d.h. ich belohne eine Ungenauigkeit mit, die mir später womöglich immer wieder Probleme bereiten wird
  • Ich belohne nicht, aber ein Teil war auch richtig – z.B. der Hund ist am richtigen Gegenstand angekommen → aber weil die Anzeige schief und nicht eindeutig/korrekt war verpasse ich es, diesen richtigen Teil der Übung, nämlich die korrekt getroffenen Wahl zu belohnen. Dadurch kann ich meinen Hund komplett in die Irre führen!

Es rentiert sich also wirklich, jeweils exakt an EINEM Kriterium zu arbeiten! Das beschleunigt das Training und macht das Training fehler- und frustarm!

 

Das Timing im Training von Unterscheidungsaufgaben

Der 2. wichtige Faktor im Training im Training von Unterscheidungsaufgaben ist das Timing!

Sehen wir uns nochmal das 1. Kriterium an, wenn der Hund erstmals aktiv zwischen 2 Gegenständen wählen soll: WANN genau sollte das Verhalten, also das Treffen einer Auswahl, belohnt / verstärkt werden?

Perfekt wäre es, wenn wir exakt die Ankunft des Hundes am Zielgegenstand belohnen und zwar dann, wenn er auf diesen Gegenstand total fokussiert ist.

Selbst wenn ich sehr nahe am Zielgegenstand warte, dauert es eine Weile, bis ich die Belohnung verabreichen kann! Ich muss ev. einen Schritt machen und mich jedenfalls bücken …

Was wird mein Hund machen, wenn ich versuche, möglichst rasch und punktgenau zu belohnen?

  • Wenn ich mich schon bewege, wenn der Hund noch nicht am Zielgegenstand angekommen ist (damit ich genau das Ankommen am Gegenstand belohnen kann), wird er zumindest seinen Fokus verlieren!
    Er wird von mir abgelenkt sein und seine Aufgabe unterbrechen.
    Er wird also das Kriterium, bis zum Zielgegenstand zu laufen, nicht erreichen.
    Er wird keine Belohnung bekommen 🙁
  • Wenn ich mich bewege, wenn der Hund exakt am Zielgegenstand ankommt, werde ich ihn auch ablenken.
    Er wird sich zu mir orientieren statt den Fokus auf den Zielgegenstand beizubehalten.
    Ich werde Unruhe in sein Verhalten bringen und ihn letztlich für das Verlieren seines Fokus belohnen 🙁

Das Problem an der ganzen Sache ist: Man kann sich nicht “nicht verhalten”! Der Hund wird IMMER irgendetwas tun, bis seine Belohnung kommt!

Eine hervorragende Methode, um zumindest z.T. aus diesem Dilemma zu kommen ist der Marker.
Ein Marker ist im Prinzip ein Lob, das exakt in dem Moment gegeben wird, wenn der Hund GENAU das KRITERIUM trifft! Und so schnell als möglich NACH dem Marker wird der Hund dann tatsächlich  z.B. mit Futter belohnt, d.h. für das richtige Verhalten bzw. das Treffen des Kriteriums verstärkt.

Als Marker eignet sich z.B. ein Klick, ein “Klacken mit der Zunge” oder auch ein kurzes Wort wie z.B. “TOPP”.
Wichtig ist, dass man den Marker gibt, während man sich (noch) nicht bewegt. Dadurch wird der Hund nicht abgelenkt und der Marker kann EXAKT dann gegeben werden, wenn der Hund am Zielgegenstand ankommt!
Erst direkt NACH dem Marker bewegt man sich raschest möglich mit der Futterhand zum Hundemaul und belohnt direkt am Gegenstand!

WICHTIG ist also:

  • Der Marker soll “einzigartig” sein
  • Nach dem Marker soll IMMER belohnt werden
  • Der Marker kommt, während der Hund EXAKT das Zielverhalten ausführt (also exakt das Kriterium trifft)
    Anmerkung: die meisten Menschen loben erst während des Fütterns – das ist viel zu spät!
  • Erst – aber direkt – NACH dem Marker bewegt man sich, um den Hund zu belohnen!

 

Die Belohnungsrate im Training von Unterscheidungsaufgaben

Womit wir schon beim 3. entscheidenden Faktor wären, der Belohnung – nämlich genau genommen: der Belohnungsrate.

Die Belohnungsrate ist das Verhältnis (bzw. der Quotient) aus der Anzahl der belohnten Durchgänge bezogen auf die Anzahl aller Durchgänge.
D.h. Wenn mein Hund 10x startet und davon 8x direkt am Zielgegenstand ankommt (ohne vorher zum alternativen Gegenstand zu laufen), ergibt das eine Belohnungsrate von 80%.

80% ist hierbei ein sehr guter Wert! Bei 80% Erfolgsrate sind meist sowohl Mensch als auch Hund zufrieden und gut gelaunt.
Wenn du es noch besser schaffst: umso besser für euch und euer Training!
Wenn die Belohnungsrate zu niedrig ist, kann es sein, dass dein Hund

  • aufgeregt oder frustriert wird und beginnt, alternative Verhaltensweisen zu testen, wie z.B.
    • winseln
    • den Gegenstand manipulieren mit Maul oder Pfote
    • dich “anpöbelt”
    • unter steigender Aufregung arbeitet und sich somit nicht mehr so gut konzentrieren kann (wodurch die Fehlerquote weiter steigt) oder seine Startposition nicht mehr ruhig einhalten kann etc.
  • aus der Aufgabe aussteigt und einfach weg geht oder resigniert

Es rentiert sich daher jedenfalls, kleinschrittig und gut geplant zu trainieren, wenn Mensch und Hund Spaß an der Aufgabe haben sollen und wollen!

 

Wie schnell kann das Training von Unterscheidungsaufgaben gehen?

Wenn ich mit neuen Kursteilnehmern über “kleinschrittigen, geplanten Übungsaufbau” spreche, bemerke ich oft, wie diese Teilnehmer buchstäblich verfallen und im Geist schon ihren Kontostand checken …

Aber ist KLEINSCHRITTIG und GEPLANT wirklich LANGSAM?

Jetzt kannst du einen ganzen Online-Kurs deiner Wahl gewinnen:
Schätze, wie lange ich gebraucht habe, um Niki von seinem bisherigen Zielgegenstand auf einen neuen Zielgegenstand umzutrainieren, während jedoch alle 4 Gegenstände (alter und neuer Zielgegenstand sowie 2 alternative Gegenstände) ständig zur Auswahl präsent waren und immer direkt nebeneinander standen.

Schreib dein Ergebnis in die Kommentare unterhalb des Blogartikels (ganz ans Ende scrollen!) und vergiss nicht, das Feld “Ja, füge mich zu der Mailingliste hinzu!” auszuwählen (sonst erreicht dich das Endergebnis nicht und du erfährst nichts von deinem Gewinn).

Gewinner ist, wer der tatsächlichen Dauer am nächsten kommt und seine Antwort bis Do, 30.7.2020 um 12 Uhr mittags eingereicht hat.
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