Die Tierärztin, Hundeverhaltenstrainerin und Autorin Viviane Theby motivierte mich, im Dezember 2014 meinen “Masterplan, Hundetrainerin zu werden” zu verfassen und TOP-Trainerin zu werden.

Kennengelernt habe ich Viviane schon 2003. Zunächst traf ich sie in der Hundeschule, dann auch in der Schnüffelstunde und im Agility. Sie wurde SOFORT meine beste Freundin! Wir hingen echt stundenlang zusammen rum!!!

OK, zugegeben: Viviane wusste von all dem nicht das Geringste! Denn SIE kannte MICH damals dummerweise noch NICHT …

Also vielleicht nochmal zurück zum Anfang

Nach 2 gemütlichen Chow Chows zog bei meinen Eltern ein Hund aus dem Tierheim ein, der Petzi.

Der Petzi, ein Schäfer-Spitz-Mix, war gar nicht ruhig und gemütlich, wie wir es von den Chow Chows gewöhnt waren. Der Petzi war wirklich “verhaltensoriginell” – er kläffte und rannte und zog an der Leine, um nur Einiges zu nennen …
Ganz klar: Der Petzi musste in die Hundeschule!

 

Ich werde Trainerin im Hundesportverein – zumindest für ein Weilchen …

Im Junghundekurs stellte mich offenbar gar nicht so ungeschickt an und so pickte man mich – nur 3 Monate nachdem ich meinen 1. Fuß auf einen Hundeplatz gesetzt hatte – bereits als „ehrenamtliche“ Trainerin heraus. STEILE KARRIERE!

Und ich war grottenschlecht!
Naja, eigentlich war ich ganz gut. Nicht aus heutiger Sicht selbstverständlich!
Aber zumindest gegenüber den meisten anderen Trainern dort.
Ich, die Einäugige unter den Blinden, hatte nämlich den Vorteil, lesen zu können!
UND ich hatte meine beste Freundin Viviane Theby, die zeitgerecht die „Hundeschule“, die „Schnüffelstunde“ und „Agility“ publizierte!

Meine steile Sporthundetrainerkarriere endete übrigens relativ rasch, weil ich bald auf Turnieren sehr erfolgreich war, aber parallel dazu lautstark die vorherrschenden Trainingsmethoden kritisierte …
Ganz schlechte Kombi!

 

Ich darf Viviane Theby persönlich kennenlernen – und scheitere kläglich …

Als der Petzi 11 Jahre alt war, kam Viviane nach Niederösterreich. 2013 DURFTE ICH SIE (die mich zu meinem Masterplan, Hundetrainerin zu werden motivieren sollte) ENDLICH  WIRKLICH PERSÖNLICH KENNENLERNEN!
Und es war ein Disaster!

Ja klar: Ich wusste, dass meine Fähigkeiten beschränkt sind. Aber es zeigte sich, dass ich, die erfolgreiche Turniergeherin, mit meinem genialen Petzi, der alles wusste, alles konnte und alles machte, noch nicht mal auf der untersten Sprosse der Leiter angekommen war.
Sooo hatten wir noch nicht trainiert!
Sooo waren wir noch nie gescheitert …
Wir, das Dream-Team, konnten eigentlich gar nix!

Besonders trauriges Detail am Rande: Der Petzi starb 2 Tage nach Viviane’s Kurs an einem geplatzten Milztumor.

 

Mein Masterplan, Hundetrainerin zu werden 

Man kann scheitern – und man kann erfolgreich scheitern!
Erfolgreich zu scheitern bedeutete nun für mich Folgendes:

WEGEN aller gewonnenen Selbsterkenntnis aus Viviane’s Workshop,
TROTZ aller Traurigkeit, meinen Petzi-Bären verloren zu haben und vor allem
FÜR meinen Zukunftstraum, wieder ausreichend Zeit und daher – nach dem Tod meiner Eltern – wieder einen Hund haben zu können, entstand folgender Masterplan, Hundetrainerin zu werden, den ich im Dezember 2014 in der netzwerkinternen Zeitschrift “Der TOP-Trainer” veröffentlicht habe:

  • Innerhalb der nächsten maximal 5 Jahre meine Pensionsvorsorge ausbezahlen
    ERLEDIGT
  • Eine Auditorenausbildung machen
    ERLEDIGT
  • Als selbständige Auditorin/Unternehmensberaterin im Pharmabereich wenig Zeit für relativ viel Geld arbeiten
    ERLEDIGT
  • Sparen! Hmmm – naja, angesichts der vielen interessanten Fortbildungsmöglichkeiten, die sich mir auftaten, war dieser Punkt zum Scheitern verurteilt …
    VERTAGT 😉
  • Über Tiere lernen, lernen, lernen, …
    STÄNDIG IN UMSETZUNG 
  • Tiere trainieren und üben, üben, üben (was ohne eigene Tiere zugegeben etwas schwierig war, aber man wächst ja an seinen Aufgaben)
    STÄNDIG IN UMSETZUNG
  • Ins TOP-Trainer-Netzwerk aufgenommen werden
    ERLEDIGT
  • Eine nette, kleine Hundespielschule betreiben
    ERLEDIGT, auch wenn sie – der Pharmaindustrie sei Dank – deutlich luxuriöser wurde, als ich das je geplant hätte 🙂
  • Viel Zeit mit meinem zukünftigen Traumhund verbringen
    IN ARBEIT 🙂

Nun ja: viele Ausbildungen und Lernerfahrungen später wäre dann heuer noch der letzte Punkt definitiv umzusetzen, aber ich bin dran! Bleibt gespannt 🙂

 

Im nächsten Blogartikel geht es darum, wie man sich als Hundetrainer aus- und weiterbilden kann. Danach wollen wir den Focus auf das Training legen. Bleibt gespannt!

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